Die Natur bietet keine Selbstbedienung - LuNa Südpfalz e. V. bemängelt Aktion "Gelbes Band"

Verein LuNa Südpfalz e. V. kritisiert die Aktion "Gelbes Band", da Aktion die Wertschätzung von Streuobstwiesen mit Füßen tritt

Im Jahr 2020 entstand die Aktion "Gelbes Band" in Esslingen, bei dem Besitzer von Streuobstwiesen an ihren Baum ein gelbes Zelluloseband binden konnten und vorbeilaufenden Spaziergängern signalisierten, dass Obst an diesem Baum legal geerntet werden durfte. Damit wollte man verhindern, dass Obst ungenutzt verfault. Wie schädlich dieser Gedanke jedoch für Streuobstwiesen und Obstbauern ist, wurde nicht thematisiert. Denn die für jeden kostenlose Mitnahme suggeriert, dass im wahrsten Sinne des Wortes keine Kosten entstehen. Dabei ist die Pflege einer Streuobstwiese zeit- und kostenintensiv und die unbedachte Mitnahme schätzt die Arbeit hinter einer solchen Wiese nicht wert. Zudem besteht die Gefahr, dass sich auch an Bäumen ohne "Gelbes Band" bedient wird und dabei durch unsachgemäßes Ernten - wie etwa beim Herunterreißen von Ästen - die Streuobstwiesen zerstört werden. Problematisch ist die Tatsache, dass die Aktion 2020 zwar nur in Esslingen stattfand, das Projekt jedoch viele Nachahmer in ganz Deutschland gefunden hat und noch immer mit Steuergeldern finanziert wird. 

Steuergelder zur Finanzierung des "Gelben Bandes" verwendet

Der Verein LuNa Südpfalz e. V. engagiert sich für die Streuobstwiesen und setzt ein Statement gegen das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, da dieses - organisiert über die Landkreise - das "Gelbe Band" durch Ausgabestellen und Marketingmaßnahmen unterstützt - mit Hilfe von Steuergeldern. Paradoxerweise stammt auch das Geld für die Pflege der Wiesen teilweise aus Steuermitteln. Durch diese Verschwendung an Steuergelder wird die Pflege der Streuobstwiesen wirtschaftlich unrentabel. Lesen Sie hier weiter für einen Einblick über die Hintergründe des Projektes und Erklärungen unseres Standpunktes:

Streuobstwiesen: Hochstämmige Obstbäume und Wiesenkräuter

Eine Streuobstwiese ist eine Gemeinschaft von hochstämmigen Obstbäumen (Kronenhöhe ab 1,80m) und Wiesenkräutern. Dabei bietet man den Bäumen genügend Platz und mäht z. B. nur wenige Male im Jahr. Unterschätzt werden von Laien dabei die Arbeiten, die trotzdem gemacht werden müssen, um eine Streuobstwiese optimal zu pflegen. Worauf es ankommt bei der Pflege und welche Vorteile eine Streuobstwiese zu bieten hat, erfahren sie unter folgendem Link: Was ist eine Streuobstwiese?

Das Obst zu verschenken, ähnelt einer Kapitulation, die viele Nachahmer findet

Die in Esslingen entstandene Aktion "Gelbes Band" erhielt 2020 einen Preis vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit. Dabei schien keiner die Folgen für die Natur zu hinterfragen oder an der Erhaltung der Streuobstwiesen interessiert zu sein. Stattdessen fand die Aktion zahlreiche Nachahmer, auch in der Südpfalz. Wieso wir das "Gelbe Band" als Fahne der Kapitulation bezeichnen und selbst die Farbe für das Band unüberlegt gewählt wurde, lesen Sie unter folgendem Link: "Gelbes Band"-Aktion in Südpfalz.

Das "Gelbe Band" unterstützt Umsonstkultur

Neben dem kulturellen Verlust durch die Gefährdung und fehlende Wertschätzung der Streuobstwiesen, lassen sich auch finanzielle Einbußen absehen. Wieso das "Gelbe Band" am Baum Obstbauern in schlechte Stimmung versetzt und immer mehr Menschen ihre Streuobstwiesen aufgeben könnten, erfahren Sie unter folgendem Link: Obstbauern warnen vor Langzeitfolgen. 

Obst zu Saft pressen, Obst versteigern oder den Tieren als Futter überlassen ist stattdessen sinnvoll

Für die Anbringung des "Gelben Bandes" gibt es zahlreiche, sinnvollere Alternativen. Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Region unterstützen und dabei der Natur Gutes tun können unter folgendem Link: Sinnvollere Handlungsalternativen zum "Gelben Band".

Es entsteht das Bild, die Natur würde Abfallprodukte produzieren

Der Gedanke der "Nachhaltigkeit" in allen Lebensbereichen findet immer mehr Befürworter. Das "Gelbe Band" kann dagegen der Natur mehr Schaden zufügen als ihr nutzen und ist somit nicht nachhaltig. Es verleitet zu einem nicht durchdachten Umgang mit den Lebensmitteln und zu nicht akzeptablem Handeln wider der Natur. Wieso die Natur keine Selbstbedienung ist und erst recht keine "Tonne", lesen Sie unter folgendem Link: "Gelbes Band" schädigt Biodiversität.

LuNa Südpfalz e. V. startet eine Petition gegen das "Gelbe Band"

Die Aktion "Gelbes Band" klingt grundsätzlich nach einer guten Idee, da sie sich einem bestehenden Problem widmet und die Umsetzung für Streuobstwiesenbesitzer sehr leicht ist. Doch diese Einfachheit bringt neue Probleme mit sich, deren Folgen wir als schlimmer ansehen und deshalb dieses Problem anders angehen müssen. Denn als Streuobstwiesenbesitzer wird durch die Aktion die eigene Arbeit und Pflege des kulturellen Guts nicht wertgeschätzt und - besonders bei unsachgemäßer Aberntung - mit Füßen getreten. Deshalb fordern wir eine sofortige Einstellung der Aktion "Gelbes Band" und einen sofortigen Stopp der Finanzierung mit Steuergeldern. Lesen Sie unter folgendem Link, wie auch Sie was dagegen tun können: Gemeinsam gegen das "Gelbe Band": Machen Sie mit!

Jetzt Petition unterschreiben

Wenn Sie mehr über uns und unseren Verein wissen wollen, lesen Sie mehr unter folgendem Link: Ziele von LuNa Südpfalz e. V.

 

 

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